Dünger für Zimmerpflanzen gibt es in flüssiger und in fester Form. Wann man welchen verwendet, erklärt Gärtner Johannes Käfer.

Gärtner Johannes Käfer (Bild: Roland Vorlaufer)

Johannes Käfer schreibt regelmäßig für servus.com und teilt sein Expertenwissen rund um Flora & Fauna.

Vor- und Nachteile von Flüssigdünger

Am häufigsten werden Flüssigdünger verwendet. Diese sind sehr einfach in der Anwendung und können mit dem Gießwasser ausgebracht werden. Weist die Pflanze womöglich schon Mangelerscheinungen auf, ist Dünger in flüssiger Form die richtige Wahl, da die Nährstoffe in Wasser gelöst sehr schnell und direkt von der Pflanze aufgenommen werden können.

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Wichtig ist lediglich die richtige Dosierung: Halten Sie sich unbedingt an die Angaben auf der Verpackung! Eine Überdosierung kann zu Schäden an der Pflanze führen. Sollten Sie versehentlich einmal zu viel erwischen, spülen Sie am besten gleich mit klarem Wasser nach. Grundsätzlich gilt: Es ist besser, öfter in geringer Dosierung zu düngen als selten, aber hochdosiert.

Bild: Mauritius
Flüssigdünger wird mit dem Gießwasser verabreicht. (Bild: Mauritius)

Flüssigdünger für Grünpflanzen mit großer Blattmasse haben einen hohen Stickstoffgehalt. Ähnlich verhält es sich mit Düngern für Blühpflanzen, nur ist anstatt des Stickstoffgehalts der Phosphatanteil etwas größer. Einen Spezialfall stellen flüssige Orchideendünger dar: Da Orchideen sehr genügsame Pflanzen sind, ist dieser Dünger nur schwach konzentriert.

Gut zu wissen: Wenn Sie eine Düngemischung herrichten, sollten Sie möglichst kalkarmes Wasser verwenden, nur so sind die Nährstoffe für die Pflanze gut verfügbar, und es kommt weniger leicht zu einer Übersalzung der Erde.

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Vor- und Nachteile von Dünger in fester Form

Düngemittel gibt es aber auch in fester Form. Diese haben den großen Vorteil, dass sie zum Teil sehr lange die Pflanze mit Nährstoffen versorgen und ein Nachdüngen oft mehrere Wochen nicht vonnöten ist. Einziger Nachteil der Düngesalze ist, dass sie nicht so schnell zu wirken beginnen wie die flüssigen Dünger. Es gibt übrigens auch Düngestäbchen für Grün- und Blühpflanzen.

Bild: Petra Benovsky
Beim Umtopfen mengt man der neuen Erde am besten gleich Dünger zu. (Bild: Petra Benovsky)

Je nach Topfdurchmesser steckt man bis zu vier Stäbchen in die Erde. Spezielle Düngestäbchen wirken auch gegen Schädlinge. Diesen Produkten ist ein Wirkstoff beigemengt, der die Pflanzen vor den meisten saugenden und fressenden Insekten schützt. Wenn Sie Ihre Zimmerpflanzen umtopfen, sollten Sie die Gelegenheit nutzen und der frischen Erde gleich Dauerdünger beimengen. Die Dauerdünger wirken bis zu einem halben Jahr und fördern eine gute Durchwurzelung der frischen Erde.

Vorsicht! Bevor Sie düngen, ganz egal ob mit flüssigen oder festen Düngern, achten Sie immer darauf, dass die Erde im Topf etwas feucht ist. Wenn Sie trockene Pflanzen düngen, kann es sehr leicht zu „Verbrennungen“ an den Wurzeln kommen.

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